Dampfen und Bronchitis im Winter

11. April 2017 2 min zum lesen

Dampfen und Bronchitis im Winter

Wer raucht schwächt ganz klar die Immunabwehr seiner Lungen. Die Flimmerhaare der Lungen sind bei Rauchern geschädigt, aber diese Flimmerhaare sind eigentlich dafür gedacht, Eindringlinge, wie Viren, davon abzuhalten, die Lungen zu befallen. Dadurch wehrt sich die Lunge anders – sie produziert bei Rauchern immer Schleim, der ebenfalls als Virenabwehr gedacht ist. Die bleiben sprichwörtlich im Schleim stecken.

 

Aber Schleim produziert auch eine Art hartnäckigen Husten, respektive geht er in eine chronische Bronchitis über.

 

Kurz formuliert: Raucher sind im Winter anfälliger für eine Bronchitis. Kaum wird es kühler, fängt der Raucher mit dem Husten an. Da der Schleim auch nicht einfach leicht abtransportiert wird, fangen sich Raucher also grundsätzlich leichter im Winter einen hartnäckigen Husten ein. Sie haben nicht häufiger Grippe als alle anderen Artgenossen, aber sie husten!

 

Wird das Rauchen eingestellt und dampft man, tritt relativ schnell eine deutliche Besserung der Bronchien auf. Diese deutliche Besserung hat auch Einfluss auf den winterlichen Husten oder eine Bronchitis. Dampfer haben relativ schnell wieder funktionierende Flimmerhaare und damit auch nicht mehr oder weniger Husten als jeder andere Zeitgenosse.

 

Inwieweit die vor einigen Jahren reißerisch aufgemachte Schlagzeile „Liquid lässt Viren mutieren“ stimmt und warum dafür arme kleine Mäuse herhalten mussten und in wieweit der Artikel aus einer amerikanischen Zeitschrift überhaupt wissenschaftlich haltbar ist, sei dahingestellt. Die meisten ehemaligen Raucher stellen als Dampfer fest, dass sie von dem winterlichen Hustenanfall, und vor allem von der Bronchitis, weitgehend verschont werden.

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