Mechanisches Dampfen - Guide

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Mechanisches Dampfen - Guide


Inhaltverzeichnis

1.0 Vorwort
2.0 Die Grundregeln
2.1 Was gibt es beim Verdampfer zu beachten?
3.0 Akkus - Auf was muss ich achten?
3.1 Formeln
3.2 Spannungseinbruch


1. Vorwort

Mechanisches Dampfen – „Back to the Roots" ist angesagt. Als die ersten Dampfgeräte auf den Markt kamen, handelte es sich anfangs ausschliesslich um mechanische Geräte. So gesehen gehörte das Wissen um mechanisches Dampfen damals zum Einmaleins jedes Dampfers. Heutzutage läuft vieles ganz anders. Man muss sich nicht mehr mit Volt, Ohm und Ampere herumschlagen – denn dies erledigen die meisten Geräte automatisch für uns. Das Schöne am mechanischen Dampfen ist jedoch, dass man es wohl als die puristischste Form des Dampfens bezeichnen kann. Ohne viele Funktionen und sonstigen elektronischen Schnickschnack.

In diesem Guide findet ihr alle nötigen Informationen, um euch einen sicheren Dampfgenuss mit mechanischen Geräten zu gewährleisten.


2. Die Grundregeln

Beim Gebrauch von mechanischen Geräten verzichten wir auf jegliche elektronische Komponenten, die uns vor einem Kurzschluss, Tiefenentladen und einer zu hohen Belastung der Akkus schützen. Aus diesem Grund sollten wir unbedingt ein paar Regeln einhalten und uns genauer mit dem Thema beschäftigen.

Mechanische Mods gibt es in allen möglichen Formen, von Stäben über Boxen bis Pfeifen ist alles vorhanden.

Eine Gemeinsamkeit die unverzichtbar ist, weisen leider nicht alle mechanischen Geräte auf – und zwar die Entgasungslöcher. Entgasungslöcher sind dazu da, im Falle eines Entgasens des Akkus den Druck aus dem Gerät hinaus nach aussen ableiten zu können. Keine Angst, dies passiert so gut wie nie, vorausgesetzt ihr haltet euch an die Grundregeln des mechanischen Dampfens. Verfügt das Gerät über keine davon, kann im schlimmsten Fall der Druck nicht entweichen und es kann zur einer explosiven Entladung führen. Denn bei einem Kurzschluss wird das Innere des Akkus augenblicklich überbelastet und der Akku gibt unter Umständen seine ganze Energie, in einer chemischen Reaktion, in sehr kurzer Zeit ab. Habt ihr ein Gerät ohne Entgasungslöcher gekauft oder geschenkt bekommen, raten wir vom Gebrauch nachdrücklich ab.

Somit haben wir auch schon unsere Regel Nummer eins - Entgasungslöcher müssen vorhanden sein.


2.1 Was gibt es beim Verdampfer zu beachten?

Regel Nummer zwei ist ganz simpel – wir verwenden keine Fertigcoil-Verdampfer auf mechanischen Akkuträgern.

In den meisten Fällen haben Fertigcoil-Verdampfer keinen verstellbaren Pluspol. Da sich im 510er Pin der Minus und der Pluspol zusammen auf kleinstem Raum befindet, kann es vorkommen, dass der mittig sitzende Pluspol ein wenig Spiel hat. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, jedoch kann dies unbeabsichtigt zu einem Kurzschluss führen. Weiter kann es passieren, dass ein neuer Coil fehlerhaft ist und ebenfalls einen Kurzschluss produziert und das möchten wir auf keinen Fall.

 

Pluspol Verdampfer

 

So gut wie alle Selbstwickler verfügen über einen verstellbaren Pluspol, den man bei Bedarf anziehen kann, damit er fest an seinem Platz bleibt. Man muss hier darauf achten, dass dieser erstens kein Spiel hat und zweitens weit genug aus dem 510er Anschluss heraussteht, um einen unbeabsichtigten Kurzschluss zu verhindern. Wie dies ungefähr aussehen sollte, seht ihr auf den folgenden Bildern.

 

Pluspol Kurz Lang

 

Regel Nummer drei - Wir wickeln unsere Verdampfer NIE auf einem mechanischen Gerät.

Warum?

  • wir haben keine Kontrolle über einen eventuellen Kurzschluss
  • wir haben keine Kontrolle beim Ausglühen - können so den Draht auch verglühen
  • wir haben keine Übersicht über den Widerstand

3. Akkus - auf was muss ich achten?

Regel Nummer vier - Vermeidet unbedingt ein Überbelasten eurer Akkus!


Es gibt unzählige, verschiedene 18350, 18550, 18650, 20700, 21700 und 26650 Akkus auf dem Markt. Diese unterscheiden sich vor allem in ihrer Kapazität (mAh) und der Dauer- sowie Pulslast (Ampere), für die sie konzipiert sind.


3.1 Formeln

Aufgrund des Spannungseinbruchs unter Last gehen wir Grundsätzlich von 3.7V aus. Wichtig ist auch, dass ihr in den Formeln die Dauerbelastung des Akkus berücksichtigt und NICHT die Pulslast. Dieser Guide und die Formeln sind ausschliesslich auf mechanische Geräte bezogen, die Platz für EINE Batterie bieten.

 
Folgende Formeln können sich als äusserst hilfreich erweisen:


Hiermit berechnest du die tiefste, sichere Wicklung mit deinem Akku.

Volt: Ampere = Ohm

Als Beispiel nehmen wir einen Akku mit 30A Dauerlast. Bei vollem Akku gehen wir unter Last von einer Spannung von 3.7V aus, daraus ergibt sich also folgende Rechnung:

3.7V: 30A = 0.12 Ω

Nun wissen wir, wir dürfen bis 0.12 Ω runter Wickeln, um das Gerät noch sicher betreiben zu können. Alles darunter wäre nicht mehr auf der sicheren Seite und davon raten wir ganz klar ab.


Möchtest du wissen, welchen Widerstand du benötigst, um mit einer bestimmten Wattleistung zu dampfen?

Volt * Volt / Watt = Ohm

Wir gehen wieder von einem vollen Akku, also 3.7V aus und möchten wissen, was für eine Wicklung wir für 60 Watt benötigen.

3.7V * 3.7V / 60W = 0.22 Ω

Wir benötigen also einen Widerstand von 0.22 Ω, um eine Leistung von 60 Watt bei vollem Akku zu erhalten. Aber Achtung! Möchtet ihr beispielsweise eine Leistung von 70W, benötigt ihr ein Widerstand von 0.19 Ω, für 80W 0.17 Ω. Ihr seht also, es ist zwingend nötig, sehr genau zu wickeln, um ein exaktes Ergebnis zu erhalten.


Du hast bereits gewickelt oder es hat sich ein anderer Widerstand ergeben, als geplant und möchtest dir ausrechnen, ob dein Akku der Belastung trotzdem standhält?

Volt / Ohm = Ampere

Angenommen wir haben unseren Verdampfer bereits mit einem Widerstand von 0.25 Ω gewickelt und wir wissen, unser Akku ist mit maximal 30A belastbar.

3.7V / 0.25 Ω = 14.8A

Wie ihr seht, ist bei diesem Beispiel problemlos Raum nach unten. Ihr seid damit also auf der sicheren Seite.


3.2 Spannungseinbruch

Man könnte jetzt davon ausgehen das diese Formeln immer exakt genaue Ergebnisse liefern, leider stimmt dies nicht ganz denn:

Je höher die Belastung des Akkus, desto mehr bricht die Spannung (Volt) ein.

Dies genau zu berechnen lohnt sich aber nicht, da sich der Innenwiderstand der Akkus nach jedem Ladezyklus verändert. Also müsste man jeden einzelnen Akku, jedes Mal aufs Neue ausmessen und die Formeln dann entsprechend anpassen und neu wickeln. Aus diesem Grund gehen wir als Lastspannung in unseren Formeln, von 3.7V anstelle von 4.2V aus.

WICHTIG - Wir raten mit Nachdruck davon ab, generell Billigware oder Klone zu verwenden. Am besten bezieht ihr eure Akkus und mechanischen Geräte beim Dampfshop eures Vertrauens und lasst euch dazu ausführlich beraten.


Über mich -  Nach drei Jahren Dampfen und über zwei Jahren als Verkäufer in den Filialen Zürich und Horgen war es langsam Zeit für einen Tapetenwechsel und so bin ich irgendwie in den unendlichen Tiefen des dampfischen Büros gelandet. Dort habe ich, neben anderem, eine ungeahnte Freude am Texten entdeckt und werde euch zukünftig noch so einiges an informativen, sinnlosen, witzigen, hilfreichen oder doofen Beiträgen bescheren. Wünsche, Anregungen und Kritik werden gerne gesehen und dürfen an demian@dampfi.ch geschickt werden.


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