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E-Zigaretten - ein Leitfaden für Umsteiger

Dampfer Einsteiger E-Zigarette Guide

Ein Leitfaden für Einsteiger - deine erste E-Zigarette


Herzlich willkommen in der Welt des Dampfens! Mit diesem Beitrag möchten wir euch aufzeigen, wo die Unterschiede liegen, um euch so die Entscheidungen für euer erstes Gerät ein weniger einfacher zu gestalten.



 Inhaltsverzeichnis

1.0 Vorwort

2.0 E-Zigarette - wie funktioniert sie?

2.1 Worin unterscheiden wir die Geräte?

2.2 Wie fühlen sich E-Zigaretten an? - Unterschied MTL & DL

3.0 Die Erstinbetriebnahme

3.1 Vorbereitung

3.2 Verdampfer

3.3 Akkuträger

3.4 Die Inbetriebnahme

4.0 Nikotin

4.1 Der Suchtfaktor Nikotin

4.2 Auf was sollten wir achten?

4.3 Warum bekomme ich nicht jedes Liquid in jeder beliebigen Stärke?

5.0 Häufige Fragen & Antworten

5.1 Wann tauschen ich den Coil durch einen neuen aus?

5.2 Was passiert, wenn ich die Watt verstelle

5.3 Worin unterscheiden sich die Coils

5.4 Kann mein Tank auslaufen?

5.5 Der Umgang mit Akkus

5.6 Unterschiedliche Liquids

6.0 Glossar


1. Vorwort


„Ein leidenschaftlicher Raucher, der immer von der Gefahr des Rauchens für die Gesundheit liest, hört in den meisten Fällen auf - zu lesen.“

- Winston Churchill

Schön sind seit da ein paar Jahre vergangen. Heutzutage braucht man nicht unbedingt aufhören zu lesen, denn der Markt entwickelt am laufenden Band weniger schädliche, neue Alternativen und Hilfsmittel - für uns und zu einem einzigen Zweck – um uns den Rauchstopp zu erleichtern. Eine dieser Alternativen die sich mehr und mehr durchsetzt, sich auch seit ihrer Existenz auf dem Markt halten konnte und immer mehr etabliert, sind elektronische Verdampfer. Laufend kommen neue E Zigaretten auf den Markt die meist kleine Verbesserungen mit sich bringen. Diese gibt es in allen Formen und Farben – und so kommen wir auch bereits zum Sinn dieses Beitrages. Euch näherzubringen, wo die Unterschiede, die Vor-und-Nachteile liegen und was die Grundlagen sind, um sich in dieser völlig neuen Welt besser zurechtzufinden.

Meine Empfehlung? Nehmt euch Zeit, den Beitrag in Ruhe durchzulesen – ich verspreche euch – danach wird sich der Nebel um diese Welt um einiges gelichtet haben.


2. E- Zigarette – wie funktioniert sie?


Liquid, Watte, Draht und Strom. Aus diesen vier Zutaten besteht so gut wie jedes Gerät. Aufgetrennt in Akkuträger und Verdampfer, erfüllen beide Teile folgende Funktionen:

Verdampfer – zuständig für das Verdampfen des Liquids. Der Verdampfer bestimmt im Allgemeinen, das "Feeling" des Dampfens, die mögliche Dampfmenge und die benötigte Leistung um ihn zu betreiben.

Akkuträger – der Akkuträger fungiert im Ganzen ausschliesslich als Stromlieferant für den Verdampfungsprozess. Dank dem standardisierten 510er Anschluss, sind die meisten kompatibel mit so gut wie jedem Verdampfer.

 


2.1 Worin unterscheiden sich die Geräte?

Grundsätzlich unterscheiden wir alle Geräte in "geregelt" oder "regulierbar".


Geregelt

Das Gerät verfügt über eine einzelne oder keine Taste (Unterdrucksensor).

Geregelte Geräte kann man ohne weiteres benutzen, ohne spezielle Einstellungen vornehmen zu müssen. Vom Handling her sind diese also die am einfachste zu bedienenden.

 

Uwell Caliburn geregelt


Regulierbar

Das Gerät verfügt über ein Display, eine Feuertaste und eine Plus sowie eine Minus Taste.

Bei regulierbaren Geräten ist es zwingend notwendig, die eingestellte Leistung dem eingesetzten Coil anzupassen. Man ist so aber auch flexibler was die Menge, Temperatur, Geschmacksintensität und Nikotinmenge (falls im Liquid enthalten) des Dampfes angeht.

 

Uwell Nunchaku regulierbar


2.2 Wie fühlen sich E-Zigaretten an? - Unterschied MTL & DL

Im Allgemeinen unterscheiden wir die Geräte auch durch Mouth-to-Lung oder Direct-Lung. Beide Varianten sind sowohl geregelt, als auch regulierbar erhältlich.

Der Unterschied ist relativ einfach zu erklären. Kurz gesagt ist MTL vom Zuggefühl her ähnlich der Tabak Zigarette. DL fühlt sich eher nach einer Wasserpfeife an.

TIPP – MTL muss für den Raucher nicht automatisch das richtige sein. Falls ihr die Möglichkeit habt einen Shop zu besuchen, kann dies von Vorteil sein. In unseren Filialen könnt ihr einige Geräte vor Ort ausprobieren und erhaltet eine kompetente und ehrliche Beratung.

 


MTL – Mouth to Lung oder traditionelles Dampfen

Viele Raucher ziehen den Rauch gerne erst in die Backe und dann erst runter zur Lunge. Dank der sehr strengen, also eher restriktiven Luftführung (Airflow) durch den Verdampfer, hat man den Mund, ähnlich einer echten Zigarette, nicht sofort "voll", sondern kann gemächlich in die Backen paffen und den Dampf dann in die Lunge hinunterziehen.

Neben dem Zugwiderstand, weisen MTL Verdampfer generell einen sehr hohen, elektrischen Widerstand auf. Was den Vorteil haben kann, dass der Stromverbrauch und die Dampfmenge eher gering ausfallen – sprich, der Akku hält im Verhältnis zur grösse des Gerätes relativ lange und man fällt in der Öffentlichkeit nicht durch grosse Wolken auf. Ist man auf möglichst lange Akkulaufzeit und niedrigen Liquidverbrauch angewiesen, ist MTL eine hervorragende Option.

 

Verdampfer MTL

Die Vorteile

  • Niedriger Strom, sowie Liquidverbrauch
  • Ähnlich einer Tabak Zigarette
  • Meist eher kleine, leichte Geräte
  • Nikotin höher dosierbar

Die Nachteile

  • Weniger Geschmack
  • Leicht eingeschränkte Auswahl der Liquids – mehr dazu unter Punkt 5.6

DL - Direct Lung oder Sub Ohm Dampfen

Wie der Name schon sagt, sind DL Geräte dafür ausgelegt direkt auf Lunge zu ziehen.

Diese zeichnen sich speziell durch den meist, um ein vielfaches, offeneren Airflow der Verdampfer aus. Man kann diese also mehr schlecht als recht in die Backen "paffen", sondern zieht direkt in die Lunge. Generell weisen die Coils von DL Verdampfer einen eher tieferen elektrischen Widerstand auf, sprich, der Stromverbrauch sowie auch der Liquidverbrauch ist um einiges höher verglichen mit MTL. Ein Vorteil, der von vielen geschätzt wird, ist die intensivere Geschmacksentwicklung die man durch höhere Leistung, mehr Luft und dichteren Dampf erhält.

Verdampfer DL

Die Vorteile

  • Mehr Geschmack
  • Ähnlich einer Wasserpfeife
  • Grösserer "Spassfaktor"
  • Kratzt auch schon bei geringeren Nikotinmengen

 

Die Nachteile

  • Akku bedingt grössere Geräte
  • Höherer Liquidverbrauch

3. Die Erstinbetriebnahme


3.1 Vorbereitung

Als Erstes solltet Ihr euer Gerät natürlich auspacken, am besten legt ihr euch gleich alles Zubehör bereit, dass dem Gerät beiliegt. Die Akkus und euer Liquid sollten sich natürlich auch in greifbarer Nähe befinden.

Mit ein paar ganz wenigen Ausnahmen, findet ihr in der Verpackung folgende Dinge:

  • den Akkuträger
  • den Verdampfer
  • Ersatzcoils
  • Dichtungsringe
  • Ladekabel

Nun separiert ihr den Verdampfer vom Akkuträger, falls nicht schon so geliefert. Dies ist bei 90 % aller Geräte möglich. Ist dies bei eurem nicht der Fall, lasst ihr das Gerät im Ganzen.


3.2 Verdampfer

Wie man den Verdampfer auseinanderschraubt und den Coil einsetzt, findet ihr in der beiliegenden Bedienungsanleitung. Befindet sich bereits ein Coil im Verdampfer, schraubt ihr ihn trotzdem auseinander und schaut euch den eingesetzten Coil mal genau an – denn bei regulierbaren Geräten solltet ihr euch unbedingt merken für welchen Leistungsbereich der Coil ausgelegt ist. In der Regel ist in dem beiliegenden Verdampfer schon ein Coil installiert, falls nicht macht ihr das nun.

 

 

Coil Leistung Ohm

WICHTIG - mit einem regulierbaren Gerät sollte man die maximale Leistung des Coils nie überschreiten, da sonst der Heizdraht anfängt zu glühen und die Watte im Coil verkokelt.

Bei regulierten Geräten braucht ihr das nicht zwingend machen, da diese sich von selbst richtig einstellen. Jedoch ist es manchmal trotzdem gut zu wissen, da man anhand des Widerstands und des Leistungsbereichs die Coils voneinander unterscheiden kann.

TIPP - worin sich die Coils genau unterscheiden erfahrt ihr unter Punkt 5.3

 


3.3 Akkuträger

Falls der Akkuträger über fest integrierte Akkus verfügt, stellt ihr nun sicher, dass dieser ausgeschaltet ist. Falls nicht, integriert Ihr eure Akkus in das Gerät und achtet ebenfalls darauf, dass es ausgeschaltet ist. Wie herum Ihr die Akkus einsetzen müsst, steht immer auf oder im Gerät angeschrieben.


Akku plus und minus

Die meisten Geräte lassen sich über fünf, schnelle Klicks auf den Feuertaster ein, sowie ausschalten. Falls ihr euch nicht sicher seid, schaut in der Bedienungsanleitung nach.

TIPP - leuchtet das Display oder die Taste, wenn darauf gedrückt wird, ist das Gerät an. Passiert nichts, ist es aus.


3.4 Die Inbetriebnahme

Sitzt der Coil am richtigen Ort und ist der Akkuträger aus, könnt ihr nun Verdampfer und den Akkuträger zusammenschrauben. Tank auf -> Liquid rein.

WICHTIG - dabei ist, dass ihr nach dem Befüllen fünf Minuten wartet, damit sich die im Coil befindliche Watte schön satt saugen kann. Macht ihr dies nicht, wird sie euch beim ersten Zug verbrennen – was einen Austausch des noch neuen Coils zur Folge hätte, da man sonst durchgehen einen verbrannten Beigeschmack hat was das Dampfen ungeniessbar macht.

Nach fünf Minuten schaltet ihr euer Gerät ein und stellt euch als Erstes die minimale Leistung (Anzahl Watt) die ihr vorher auf dem Coil abgelesen habt ein.

TIPP - könnt ihr beim Einschalten nur Grad Celsius verstellen, befindet ihr euch im falschen Modus. Benötigt wird der Watt Modus, je nach Hersteller auch VW oder Power Modus genannt. Wie ihr diesen ändert, findet ihr in der beiliegenden Bedienungsanleitung.

WICHTIG - Benutzt ihr euer Gerät gerade nicht, sollte es IMMER ausgeschaltet werden. Betätigt etwas unbeabsichtigt den Feuerknopf und ihr zieht nicht an eurem Gerät, kühlt ihr den Heizdraht nicht und der Coil wird euch verbrennen.

Herzliche Gratulation! - ihr habt gerade erfolgreich euer erstes Gerät in Betrieb genommen.


4. Was gibt es über Nikotin zu wissen?

Da dies ein grösseres Thema ist, unterteilen wir dieses in folgende Bereiche:


4.1 Der Suchtfaktor Nikotin

Nikotin wird, nicht überraschend, von den meisten als einen der Hauptgründe angegeben, warum sie nicht von den Tabak Zigaretten wegkommen.

Aus langjähriger Erfahrung können wir schlussfolgern, dass dies nur bei den wenigsten wirklich zutrifft. Der grösste Suchtfaktor bei den meisten Rauchern ist die Beschäftigung, Zeit überbrücken, der soziale Aspekt bei der gemeinsamen Rauchpause und eine Menge Rituale wie z. B. Kaffee und Zigarette am Morgen oder die obligate Fluppe nach dem Essen.

Warum starten die meistens trotzdem mit Nikotin?

Nikotin kann eine Art "kratzen", auch "Throath-Hit" oder nur "Hit" genannt, im Hals auslösen was dem vertrauten Gefühl eine Tabak Zigarette ähnlicher kommt, als dampfen ohne Nikotin. Glücklicherweise ist das Nikotin eins der kleineren Übel – so gesehen kann es durchaus helfen und wird Anfangs von uns auch so empfohlen. Natürlich wirkt es auch hier ähnlich wie in Zigaretten, allerdings fallen die ganzen Zusatzstoffe die man dem Tabak sonst beifügt komplett weg, ist also von der Schädlichkeit her vergleichbar mit dem Koffein einer Tasse Kaffee.


4.2 Auf was sollten wir achten?

Viel Dampf = viel Nikotin, unabhängig von der im Liquid enthaltenen Konzentration

Wenig Dampf = weniger Nikotin, unabhängig von der im Liquid enthaltenen Konzentration

Von diesen Aussagen leiten wir Folgendes ab:

MTL

MTL Geräte sind eher für höhere Nikotinmengen ausgelegt, da sie vergleichsweise wenig Dampf produzieren.

Wir empfehlen für Neueinsteiger, die mit einem MTL Gerät starten möchten zwischen 6 - 12 mg Nikotin.

DL

DL Geräte sind eher für tiefere Nikotinmengen ausgelegt, da sie vergleichsweise viel, bis sehr viel Dampf produzieren.

Wir empfehlen für Neueinsteiger, die mit einem DL Gerät starten möchten zwischen 3 - 6 mg Nikotin.


4.3 Warum bekomme ich nicht jedes Liquid in jeder beliebigen Stärke?

Zurzeit gelten für Liquids bei uns in der Schweiz, dieselben Gesetze wie in der EU. Das europäische Tabakproduktegesetz TPD2 schreibt vor, dass nikotinhaltige Liquids in höchstens 10 Milliliter Flaschen verkauft werden dürfen.

Aus diesem Grund sind Liquids, mit einer Grösse über 10ml, genannt Shortfill Liquids, nur unter folgenden Bedingungen mit Nikotin versetzbar.

 

Shortfill - Was ist das?

Ein Shortfill Liquid ist ein Liquid, welches mit Base (geschmacksneutrales Liquid) aufgefüllt werden muss, um die fertige Mischung, in der vom Hersteller gewollten Geschmacksintensität dampfen zu können. Die meisten E-Zigaretten Shops bieten fix-fertige Shots an, um ohne zu rechnen auf die gewünschte Nikotinmenge zu kommen. Die Shortfill Liquids können aber auch mit handelsüblichen Liquid-Basen aufgefüllt werden.

 

Shortfill - Mit Nikotin?

Da fertige Nikotinshots mit 20 mg/ml Nikotin begrenzt sind, können Shortfills mit den fertigen Shots oft nur von 0mg bis 3mg oder 6mg Nikotin /ml angereichert werden. Es ist jedoch erlaubt, stärker konzentrierte Nikotin-Basen aus dem Ausland zu bestellen (max. 150ml pro Bestellung).

 

Welche Nikotinbase?

Wir empfehlen 100 mg/ml Base, gelöst in 100 % PG zu bestellen, damit kann man sich jedes beliebige Liquid, auf fast jede Stärke an mischen, ohne es zu stark zu verdünnen.

Sinnvoll ist auch, sich einen halben Liter neutrale Base zu kaufen, da man von der 100 mg/ml Base in der Regel weniger als 10ml / 20ml verwendet und so nicht auf die, vom Hersteller empfohlene Menge kommt.


5. Häufige Fragen


5.1 Wann tausche ich den Coil durch einen neuen aus?

Eigentlich ganz einfach – solange dir der Dampf geschmacklich gefällt, lässt du den Coil drin.

  • bekommt das Ganze einen angebrannten Geschmack, wird es Zeit den Coil zu ersetzen
  • läuft dein Tank aus oder das Liquid spritzt beim Ziehen hoch, wird es Zeit den Coil zu ersetzen
  • schmeckt dir dein Dampfi nicht mehr, ist es Zeit den Coil zu ersetzen

5.2 Was passiert genau, wenn ich die Watt am Gerät verstelle?

Über die Watt verstellen wir die Stromstärke die per Knopfdruck, vom Akku, auf den im Coil befindlichen Heizdraht geleitet wird. Gehst du mit der Leistung höher entsteht mehr Dampf – gehst du runter entsteht weniger. Genauso verhält es sich auch mit dem Nikotin, vorausgesetzt dein Liquid enthält welches.

Somit kann man mit regulierbaren Geräten das Dampferlebnis individueller einstellen, als mit geregelten. Man sollte allerdings darauf achten, die Maximalleistung eines Coils nie zu überschreiten.

TIPP - ausprobieren lohnt sich – denn je nach Leistung verändern wir die Geschmacksintensität, die Nikotinmenge und die Temperatur und Dichte des Dampfes.


5.3 Worin unterscheiden sich die verschiedenen Coils?

Wie spätestens bei genauem Betrachten verschiedener Coils auffällt, ist, dass diese sich in zwei Punkten voneinander unterscheiden. In der Regel anhand des Widerstandes, der in Ohm (Ω) angeschrieben ist und des empfohlenen Leistungsbereiches der in Watt (W) angegeben ist.                                            

Wie es sich mit dem Thema Widerstand (Ω) beim Dampfen verhält, kann man sich eigentlich in einem einfachen Satz merken.

"Weniger ist mehr."

Also je weniger Widerstand der Draht im Coil aufweist, desto mehr Leistung wird benötigt, um diesen zu betreiben.

Mehr Leistung bedeutet in der Regel auch mehr Dampf.

Mehr Widerstand -  selbst erklärend, weniger Dampf und weniger Leistung.

 

Beispiele:

MTL -  Aspire Nautilus Ersatzverdampfer 1.8 Ω Coil - 7W bis 14W Leistung

DL -  Uwell Valyrian Ersatzverdampfer 0.15 Ω Coil - 95W bis 120W Leistung


5.4 Kann mein Tank auslaufen?

Grundsätzlich ja. Schaut ihr euch euren Verdampfer mit dem darin befindlichen Coil mal genauer an, seht ihr, das eigentlich nur die Watte das Liquid davon abhält aus dem Tank auszulaufen. Leider kommt es ab und an vor, dass man ein Coil erwischt der zu wenig, oder zu dünne Watte eingebaut hat. Dies liegt vor allem daran, dass diese in grossen Mengen produziert werden und so die Qualität nicht zu 100% gewährleistet ist. Man kann es aber auch nicht wirklich verallgemeinern, da es sich bei jedem Modell, unabhängig von der Marke, anders verhält.

Die erste Gegenmassnahme ist, den Coil zu ersetzen. Hilft dies nicht, sollte man als nächster Schritt die Dichtungsringe genauer unter die Lupe nehmen und gegebenenfalls ersetzen.

Auslaufen kann er auch unter folgenden Bedingungen:

  • grössere Druckunterschiede z. B. im Flugzeug oder auf der Skipiste
  • man hat vergessen das Gerät auszuschalten und hat die Watte verbrannt
  • das Liquid ist zu dünnflüssig für den verwendeten Tank und fliesst so zu schnell nach

5.5 Der Umgang mit Akkus

Den Einsatz von Lithium-Ionen-Batterien finden wir nicht nur bei E-Zigaretten, sondern auch bei Notebooks, Handys, Uhren und vielen weiteren elektronischen. Allgemein sind Lithium-Ionen-Batterien bei ordnungsgemäßem Umgang als sicher anzusehen. Dennoch können sich Gefahren durch Beschädigungen, elektrische Fehler sowie thermische Einwirkungen ergeben.

Was muss dringend beachtet werden?

Wenn die Batterie beschädigt wird können gasförmige oder flüssige Stoffe austreten, welche stark reizend, brennbar oder sogar giftig sein können. Sollte die Batterie solch eine Beschädigung aufweisen sollte diese umgehend fachgerecht über eine Sammelstelle entsorgt werden. Das vermehrte ein- und auslegen der Batterien bei Akkuträgern kann dazu führen, dass die Schutzhülle an beiden Enden der Batterie angerissen wird, auch hier sollte die Batterie umgehend durch einen neuen Schrumpfschlauch (in unserem Shop erhältlich) neu überzogen oder komplett ausgetauscht werden.

Ein elektrischer Fehler, z.B. ein Kurzschluss durch ungesicherte (mechanische) Akkuträger, kann zur Überhitzung und zum Brand führen. Auch hier ist Vorsicht geboten, mechanische Akkuträger sollten nur mit genügendem Fachwissen benutzt werden. Unser Guide zu mechanischem Dampfen

Sonneneinstrahlung kann zur Überhitzung der Batterie führen. Die Batterien und Akkuträger sollten bei wärmeren Aussentemperaturen nie im Auto zurückgelassen werden oder für längere Zeit Sonnenstrahlung ausgesetzt sein.

Batterien sollten nie ungeschützt in der Hosentasche, Handtasche etc. transportiert werden, da im schlimmsten Falle ein Kurzschluss provoziert wird durch andere metallische Gegenstände, wie z. B. einen Schlüsselbund oder Münzen. Hier empfehlen wir ebenfalls die Batterien nur in passenden Schutzhüllen (Silikon Case, Batterie Case) mit sich zu tragen. Diese sind ebenfalls in unserem Shop erhältlich.


5.6 Unterschiedliche Liquids

Wie euch bestimmt aufgefallen ist, gibt es Liquids in Hülle und Fülle. Doch worin unterscheiden sie sich, abgesehen vom Geschmack?

Liquids bestehen in der Regel aus einem kleinen Anteil Aroma, Propylenglycol (PG) und pflanzliches Glyzerin (VG). Die Aromen kann man mal getrost bei Seite lassen – wichtig ist vor allem PG und VG.


Pflanzliches Glyzerin (VG)

VG ist von der Konsistenz her mit Sirup oder Öl zu vergleichen. Es ist hauptsächlich für die Dampfdichte zuständig – und eher dickflüssig.

Propylenglykol (PG)

Propylenglykol fungiert als Geschmacksträger und Konservierungsstoff in den Liquids. Dank seiner Wasser ähnlicher Konsistenz ist es um einiges dünnflüssiger als VG.


Bei der Wahl der Liquids, solltet ihr abhängig von eurem Gerät, auf die Viskosität, also das Mischverhältnis von VG und PG achten.

Die üblichen Mischverhältnisse fertiger Liquids sind:

- 100VG – aussschliesslich für DL Verdampfer geeignet

- 80VG / 20PG – aussschliesslich für DL Verdampfer geeignet

- 70VG / 30PG – eher für DL, funktioniert mässig in MTL Verdampfer

- 60VG / 40PG – funktioniert für DL & MTL

- 50VG / 50PG – funktioniert für DL & perfekt für MTL

- 30VG / 70PG – nur für MTL empfohlen


Aromen

Die für E-Liquids verwendeten Aromen stammen in der Regel aus der Lebensmittel -industrie – sind also aus toxikologischer Sicht, oral unbedenklich. Kann man da weiter ins Detail?

Ja. Machen wir aber in einem zukünftigen Beitrag, der sich ausschliesslich um Liquids und deren Inhaltstoffe dreht.


6. Glossar

MTL – Mouth to Lung / Backendampfen - Zigaretten ähnliches Zugverhalten

DL – Direct Lung / Subohm - Zugverhalten ähnlich der Wasserpfeife

Coil – Draht und Watte in einer Einheit. This is where the magic happens!

Liquid – Flüssigkeit mit oder ohne Geschmack, nach Wahl mit Nikotin versetzt die vom Gerät verdampft wird

PG – Propylenglykol

VG – Vegetable Glycerin

Nikotinshot – 10ml Fläschchen mit neutralem Liquid, mit oder ohne Nikotin versetzt. Dazu da um grössere Flaschen ohne Nikotin damit zu versetzen.


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Über mich -  Nach drei Jahren Dampfen und über zwei Jahren als Verkäufer in den Filialen Zürich und Horgen war es langsam Zeit für einen Tapetenwechsel und so bin ich irgendwie in den unendlichen Tiefen des Dampfischen Büros gelandet. Dort habe ich, neben anderem, eine ungeahnte Freude am Texten entdeckt und werde euch zukünftig noch so einiges an informativen, sinnlosen, witzigen, hilfreichen, und doofen Beiträgen bescheren. Wünsche, Anregungen und Kritik werden gerne gesehen und dürfen an demian@dampfi.ch geschickt werden.


 

 

 

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